Subscribe:

Ads 468x60px

Featured Posts

Thursday, April 23, 2015

US-Drogenfahnder der DEA feiern kartellfinanzierte Sex-Partys

Logo der "DEA"
Ein brisanter Korruptionsskandal erschüttert derzeit die USA: Drogenfahnder der US-Antidrogenbehörde DEA haben nach Erkenntnissen des Justizministeriums wilde Sex-Orgien mit Prostituierten in Kolumbien gefeiert, die von Drogenkartellen als Bestechungsmaßnahme organisiert und finanziert wurden. Ganze 621 Fälle listet der Bericht des Ministeriums auf, darunter auch ein leitender Regionaldirektor. Drei DEA-Agenten sollen sogar Geld, Waffen und teure Geschenke von Mitgliedern der Drogenmafia erhalten und bereitwillig angenommen haben.

Die „Drug Enforcement Administration“ (kurz DEA, „Drogenvollzugsbehörde“) wurde Anfang der 1970er Jahre im Zuge des US-amerikanischen „War on Drugs“ zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität ins Leben gerufen. Kurioserweise soll aber der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA in diese Drogengeschäfte verwickelt sein, um damit Geld für das „Black Budget“ einzutreiben. So weiß Wikipedia von zahlreichen Vorfällen zu berichten:
„Die Verstrickung der CIA in den Drogenhandel ist vielfach öffentlich nachgewiesen worden. Die Aktivitäten dienten unter anderem der finanziellen Unterstützung verbündeter paramilitärischer Gruppen, zum Beispiel in Laos, Nicaragua und Afghanistan, und zur Destabilisierung von gegnerischen Regierungen.“

Friday, April 10, 2015

100 Kilo Haschisch in LKW gefunden

100 Kilo Haschisch auf einer Palette

Einer der größten Drogenfunde Sachsens wurde kürzlich von der Polizei bei einer Routine-Kontrolle gemacht. Die Beamten kontrollierten einen holländischen LKW und entdeckten zwischen Pappkartons eine Palette mit Haschisch-Paketen, die insgesamt ganze 100 Kilo auf die Waage brachten. Der Fahrer wurde sofort verhaftet und befindet sich wegen Fluchtgefahr seitdem in Untersuchungshaft.

Erst wenige Tage zuvor schnappten Drogenfahnder einen 73-jährigen Autofahrer mit 2 Kilo Kokain und 250 Gramm Haschisch auf der BAB 57. Das nervöse Auftreten des niederländischen Senioren kam den Bundespolizisten verdächtig vor und fanden die Drogen schließlich unter dem Reserverad versteckt.

Die beiden Fälle zeigen klar, wie wichtig besonnenes, selbstsicheres Auftreten im Falle einer polizeilichen Überprüfung ist – sowohl für Drogenschmuggler als auch für kiffende Autofahrer, die durch eine solche Kontrolle ratzfatz ihren Führerschein verlieren und in einer etwa 2000 Euro teuren MPU mühsam zurückbekommen können. Seid also vorsichtig, die Beamten werden immer besser geschult im Bereich Drogen!

Friday, March 27, 2015

Online-Schwarzmarkt „Evolution“ von Betreibern dichtgemacht - Nutzer um 12 Millionen Dollar betrogen!

Es scheint beinahe traurige Tradition zu sein: nicht nur, dass jeder Online-Schwarzmarkt früher oder später gebusted wird – erst kürzlich traf es shiny-flakes –, auch betrügerische Absichten durch die Betreiber solcher Darknet-Plattformen sorgen immer wieder für Schlagzeilen.

Nachdem letztes Jahr die Nutzer des „sheepmarket“ um ihr dort gelagertes Vermögen in Form wertvoller Bitcoins betrogen wurden, ist nun der nächste Fall bekannt geworden: „Evolution“ ist nicht mehr erreichbar und damit auch ein circa 12 Millionen Dollar schwerer Betrag verschwunden. Vermutlich haben sich die Betreiber damit aus dem Staub gemacht und einen riesigen Scherbenhaufen hinterlassen. Nicht zuletzt erleidet damit auch die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in solche nur über spezielle Verschlüsselungssoftware erreichbare Deepweb-Handelsbasare einen schweren Schlag. Auf Evolution konnten die Nutzer neben allen möglichen Drogen auch Waffen, Hacker-Dienste und gefälschte Ausweise oder Falschgeld erwerben.

Ein Betroffener berichtet erzürnt auf „reddit“:
Screenshot von "Evolution"
„100% bestätigt, Evo ist futsch. Verdammt. Ich bin gleichzeitig froh und traurig. Ich wollte gerade BTC im Wert von 200 einzahlen und dann passiert das. Froh, dass ich nicht gefickt wurde. Die Leute, die's erwischt hat, tun mir leid.

An die Evo-Admins, die betrogen haben: Ich hoffe ihr genießt eure 12 Millionen Dollar und dass ihr Tausende Dealer und loyale Kunden gefickt habt, ihr scheiß Wichser.“
Angeblich sollen die Seitenbetreiber schon in der Vergangenheit durch Online-Kriminalität aufgefallen sein und ein auf Kreditkartenbetrug abzielendes Portal betrieben haben. Eine seit langem reibungslos funktionierende Alternative zu Evolution stellt der Agora-Marketplace dar, der nach wie vor erreichbar ist und ständigen Zuwachs an Nutzerzahlen erfährt.

Wer lediglich Zauberpilze oder eine Magic Mushroom Growbox bestellen möchte, der kann nach wie vor guten Gewissens auf etablierte Smartshops wie Shayana (siehe Banner) zurückgreifen, welche lediglich weiche, im Herkunftsland legale Drogen anbieten und somit nicht den Zorn der Behörden auf sich lenken.

Thursday, March 12, 2015

Online-Drogenshop "shiny-flakes.to" gebusted - 320 Kilo in Kinderzimmer sichergestellt

Die "Silkroad für alle" wurde von der Polizei gebusted - shiny-flakes.to war einmal...

Drogen im Internet kaufen ist ja spätestens seit der ersten Silkroad kein Geheimnis mehr. Eigentlich kann man solche Schwarzmarktangebote zu Drogen, Waffen, Falschgeld, Medikamente etc. nur im sogenannten „Darknet“ wahrnehmen, einer Art verstecktes Internet im Internet, auf das man nur mittels spezieller Verschlüsselungstechnik (TOR) zugreifen kann – ein normaler Browser kann diese Seiten nicht einmal ansurfen, auch Google hat sie nicht im Index.

Eine Ausnahme zu diesem anonymen doch umständlichen Shopsystem stellte seit gut 2 Jahren die Seite www.shiny-flakes.to dar, die man mit jedem Browser ganz normal öffnen und dort illegale Drogen einkaufen konnte – von Kokain und Speed über Gras, XTC, LSD und vieles mehr konnte man dort wirklich alles erwerben. Auch dieser Shop hat sich mittels TOR-Technik jahrelang anonym und nicht zurückverfolgbar für die Behörden im Netz halten können, die Bezahlung erfolgte auch anonym wie gewohnt via Bitcoins. Auffällig ist, dass man dort wirklich nur illegale Betäubungsmittel kaufen konnte (und teils auch verschreibungspflichtige Medikamente), nicht aber Räuchermischungen, Research Chemicals oder Magic Mushrooms.

Dennoch ist es der Polizei nach jahrelangen Ermittlungen mit eigenen Testbestellungen gelungen, den Shopbetreiber ausfindig zu machen und hochzunehmen – Details hierzu sind noch nicht herausgegeben worden, nur so viel: der Großhändler soll im Umgang mit Daten nicht ganz vorsichtig umgegangen sein, über seine Zwischenhändler und Helfer sind sie ihm wohl auf die Schliche gekommen. Hätte er nur Zauberpilze verkauft wie der Shayanashop, würde sich wohl keine Behörde für ihn großartig interessiert haben.

Bemerkenswert ist einerseits, dass die Seite von Deutschland aus (Leipzig) und nur von einem einzigen Programmierer und Drogenfreund (wohl aber mit die Ware verschickenden Helfershelfern wie es aussieht) betrieben wurde, welcher gerade einmal 20 Jahre alt ist und noch Zuhause bei Muttern wohnt! In seinem Kinderzimmer fanden die Cops ganze 320 Kilo Drogen im Marktwert von über 4 Millionen Euro sowie 48.000 Euro Bargeld. Die Seite wurde von der Polizei längst übernommen und mit Eigenwerbung versehen:

Jetzt wird es darauf ankommen, ob er die Kundendaten sorgfältig behandelt hat und die Beamten darauf Zugriff erlangen oder vor dem Nichts stehen – davon hängt nicht nur seine eigene Strafe ab, sondern auch die tausender Abnehmer. So wird heute berichtet, dass es bereits 38 (!) Hausdurchsuchungen gab!

Tuesday, February 17, 2015

Erste Marihuana-Bank in den USA steht vor Eröffnung

us bank gras
Das Bankgesetz in den USA bedarf wegen der aufkeimenden Cannabis-Industrie einer Neuerung.
Im Zuge der zunehmenden Legalisierung von Cannabis in den USA stellt sich auch für Finanzinstitute die Frage, ob und wie sie mit diesem Vermögen potentieller Kunden umgehen. Das Hauptproblem liegt im Bundesgesetz, welches Marihuana immer noch als Droge der Kategorie 1 verbietet und es somit auf eine Stufe mit Heroin oder Crack stellt. In der Folge haben Banken hohe Berührungsängste mit aus diesem Metier erwirtschafteten „Drogengeldern“ der Cannabis-Industrie, denn der Vorwurf der Geldwäsche steht schnell im Raum. Somit können erst recht keine Kredite an Neueinsteiger und Start-Ups dieser Branche vergeben und auch kein eingenommenes Geld angelegt werden.

Aus diesem Grund beantragte jetzt eine Gruppe findiger Geschäftsleute im Staat Colorado eine Lizenz für die erste Bank, die diesem Problem entgegnet und sich für dieses Klientel öffnet: die „Fourth Corner Credit Union“. Bisher konnte sie stattliche 600.000 Dollar Startkapital aufbringen und mietete ein altes Bankgebäude mit vier Schaltern.

Immerhin gebe es gut 1200 Cannabis-Unternehmen in Colorado und keines davon würde eine offizielle Bank haben, sodass sich eine riesige Multimillionen-Nische auftue. Noch spielt allerdings die (private) amerikanische Zentralbank FED nicht mit, welche dem Vorhaben noch nicht stattgegeben hat. Tut sie dies nämlich, so schafft sie einen Präzedenzfall, wonach laut Antragssteller „das Marihuana-Geschäft plötzlich auf bundesweiter Ebene legitimiert [würde]. Die letzten Mauern würden zum Einsturz gebracht“. Der Jurist und Experte auf dem Gebiet Conti-Brown erklärte, dass es hier „um ein verfassungsrechtliches Beben“ gehe und die FED „theoretisch den Antrag genehmigen“ müsse.

So kommt es denn, dass die Geschäftsführer der Gras-Shops ihren hohen Umsatz in eigens angeschafften Safes unterbringen müssen, was nicht unbekannt ist und leider öfters für Einbrüche und Einbruchsversuche sorgt. Der Eigentümer von „Karing Kid“ beispielsweise hat sich ganze 4 Safes in den Boden seines Ladens verankern lassen und zahlt nach einem großen Sachschaden durch einen Einbruch, bei dem Hanfpflanzen im Wert von einer Viertelmillion Dollar geklaut wurden, 100.000 Dollar pro Jahr an eine vor seinem Geschäft patrouillierende Sicherheitsfirma!

Experten sind sich daher sicher: „Ohne Banken wird sich die legale Marihuana-Industrie langfristig nicht durchsetzen können“, denn allein die Kosten für Sicherheit wären derart hoch, dass ein Gras-Apotheker mit keinem illegalen Dealer mithalten könnte. Nun ist also die FED gefragt, neue Maßstäbe zu setzen und der Legalisierung auch monetäre Legitimität zuzugestehen.

Quelle: FAZ

Monday, February 9, 2015

Krankenkassen sollen schon bald Apotheken-Cannabis von Schmerzpatienten bezahlen - doch neue Rechtsfragen stellen sich

Medizinisches Cannabis bald von Krankenkasse bezahlt
Medizinisches Cannabis bald von Krankenkasse bezahlt?

Die hierzulande am häufigsten konsumierte illegale Droge „Cannabis“ erfährt erneut einen Liberalisierungsschub, diesmal sogar durch eine erzkonservative CSU-Politikerin (!). Diese heißt Marlene Mortler, ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und will nun den Cannabis-Konsum für Schwerkranke zur Kassenleistung machen, heißt: Schmerzpatienten erhalten ihren monatlichen Bedarf von etwa 2000 Euro Cannabis-Kosten zumindest teilweise von der Krankenkasse erstattet. Der hohe Preis resultiert aus dem ungeheuer teuren Preis von Apotheken-Gras (etwa 15€ pro Gramm!), was wiederum aus dem staatlichen Kultivierungsverbot resultiert. Anstatt selber anzubauen wird es kostenintensiv aus den Niederlanden importiert.

Gegenüber „Die Welt“ sagte Mortler:
„Mein Ziel ist, dass in Zukunft mehr Menschen als bisher Cannabis als Medizin bekommen können. Wir wollen noch dieses Jahr das Gesetz durch den Bundestag bringen, damit es ab nächstem Jahr greift.”
Weil für sozioökonomisch schwache Patienten dieses Apotheken-Cannabis meist nicht bezahlbar ist, begäben sie sich durch Eigenanbau oder Schwarzmarkt-Kauf in das Visier der Ermittlungsbehörden. Mortler sagt diesbezüglich weiter: „Die Politik muss hier schnell Klarheit schaffen. Letztes Jahr erlaubte ja das Kölner Verwaltungsgericht Schmerzpatienten unter gewissen Umständen das Homegrowing ihrer Medizin.

Wir von magicmushroomsbestellen.com meinen:

Die Erlaubnis zum Eigenanbau von Gras durch das o.g. Gericht wurde damals eher als „Notlösung“ aufgefasst, weil die nicht subventionierte Cannabismedizin aus der Apotheke für viele Betroffene schlicht unerschwinglich war ob ihres hohen Preises. Wird die Politik nun tätig und zwingt die Kassen zur Kostenübernahme, so fiele dieses Argument für den Eigenanbau weg und er würde eventuell wieder verboten werden. Eventuell also mehr Rück- als Fortschritt? Wir werden sehen. Außerdem wird eine neue Rechtssituation geschaffen und es stellt sich die Frage, wie das bisherige repressive Vorgehen der Führerscheinbehörden gegen Gelegenheitskiffer damit in Einklang zu bringen ist, dass einige Autofahrer nun gar kassensubventionierte „Drogen“ zur Medikation verwenden? Wird ihnen sofort eine MPU aufgedrückt? Der Führerschein entzogen? Hier müssen neue Grenzwerte geschaffen und durch Forschungen begründet werden. Es wartet also noch viel Arbeit auf die Behörden und so manches Ärgernis auf die Schmerzpatienten - und ohne Generalliberalisierung wird auch das Problem der Räuchermischungen nicht gelöst werden.

Insgesamt ist solch ein aus CDU/CSU-Kreisen kommender Vorschlag für deren Verhältnisse aber wahrlich revolutionär und zeigt, wie sehr die Cannabisproblematik auch bei Konservativen langsam durchdringt und ein Bewusstsein für die Versorgung von Leidenden mit hilfreicher Medizin – hier Cannabis – geschaffen wird.

Oder wie Spiegel-Journalistin Heike L. dazu bemerkt: „Das wird auch Zeit.

Monday, January 26, 2015

Räuchermischungen geraten zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit - welche Folgen hat das?


Erst neulich waren Räuchermischungen Inhalt von SternTV - natürlich mit katastrophalem Beigeschmack als vermeintliche "Zombie-Droge" und der üblichen Anti-Drogen-Propaganda. Und auch heute liest man immer häufiger von Newsmeldungen über  "Unfälle" oder auch oft Krankenhaus-Einlieferungen nach dem Rauchen einer Kräutermischung. Hier eine unvollständige Auswahl der unzähligen verschiedenen Artikel zu dieser Thematik allein in den letzten 2 Wochen (!), um sich mal ein Bild darüber machen zu können und zu fragen, was das für uns Rauschliebhaber zu bedeuten hat:
Beliebte Räuchermischungen
Beliebte Räuchermischungen

Nachrichten über Kräutermischungen


Nein zur Kräutermischung: 16-Jähriger „verpetzt“ 19-Jährigen

Zahlreiche Notfälle nach dem Konsum von "Kräutermischungen" - Das Landeskriminalamt warnt eindringlich...

Von Kräutermischung völlig verwirrt auf der A3 unterwegs

18-Jähriger sticht nach Konsum von Kräutermischungen zu: Amtsgericht Wittlich verurteilt ihn zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe

Notarzteinsatz: Kräutermischung in der Berufsschule geraucht 

Kräuterdrogen-Konsum hatte fatale Folgen

Kräutermischung geraucht: 32-Jähriger Portugiese bricht zusammen

Randale in Klinik – Jugendlicher flippt nach Kräutermischung aus

Das Landeskriminalamt warnt eindringlich vor Legal High-Drogen

Nürnbergerin nach Konsum von Kräutermischungen ins Krankenhaus eingeliefert

USW.

Kräutermischung Unfall LKW
Berauschter LKW-Fahrer
rast in Tankstelle

LKW-Fahrer crasht auf Cannabinoiden in Tankstelle

Besonders großes Aufsehen und ein entsprechendes Medienecho bekam die Geschichte über einen LKW-Fahrer, der jetzt erst am Wochenende unter dem Einfluss vom Rausch einer "Kräutermischung" seinen Lastwagen frontal in eine ARAL-Tankstelle steuerte und so einen Sachschaden von einer halben Million Euro anrichtete. Da synthetische Cannabinoide - die Wirkstoffe in den "legal high"-Räuchermischungen - allerdings unschwer bis gar nicht (je neuer, desto schwieriger der Nachweis) beim Konsumenten beweiskräftig nachgewiesen werden können, muss der 27-jährige Fahrer entweder sich selbst belastet haben oder die Polizei-Beamten fanden bei ihm ein angebrochenes Päckchen einer Räuchermischung - und selbst dann müsste der rechtlich verwertbare Beweis als Blutprobe erbracht werden. Wir lernen also erneut: IMMER SCHWEIGEN, Aussage verweigern als erstes - später unter Hinzuziehung eines guten Anwaltes kann man sich immer noch zur Sache äußern. Doch durch eine Aussage belasten sich die meisten Beschuldigten nur selbst und erleichtern somit der Polizei und Staatsanwaltschaft unfreiwillig die Arbeit, riskieren statt eines Freispruchs bzw. Nichtanklage sogar eine Verurteilung - alles schon vorgekommen!

Folgen der zunehmenden Berichterstattung über Räuchermischungen


Was sind die Konsequenzen dieser vermehrten Berichterstattung? Nunja, in jedem Fall tritt eine Sensibilisierung der Journalisten und somit auch des Ottonormal-Lesers ein, sodass die Legal-High-Drogen zunehmend aus ihrem Schattendasein verschwinden. Sowohl das Bestellen von Kräutermischungen nimmt dadurch zu wie auch die behördliche Aufmerksamkeit. Letzteres halte ich für die schwerwiegendste Folge, denn mit dem steigenden öffentlichen Interesse stellt sich nicht nur die Polizei und Führerscheinbehörden etc. darauf ein, sondern auch die Justiz sieht sich immer mehr genötigt, damit auseinanderzusetzen und Bestimmungen wie Verbote zu erlassen, sodass dieser Cannabis-Ersatz in Zukunft vielleicht sogar ganz wegfällt da pauschal verboten? Andererseits wird eventuell auch ein Bewusstsein für die Ursache der Legal-highs geschaffen: nämlich das Cannabisverbot, welches durch eine etwaige Aufhebung das weitestgehende Verschwinden der Kräutermischungen langfristig nach sich zöge und die Behörden nicht weiter beschäftigen würde. Immerhin hat jetzt ganz aktuell das oberste deutsche Gericht für Strafsachen erstmals eine Grenze für die "nicht geringe Menge" synthetischer Cannabinoide festgesetzt:

BGH: Grenzwert für Synthetische Cannabinoide bei 2 und 6 Gramm

Zum ersten Mal in der deutschen Rechtsprechung hat der Bundesgerichtshof (BGH) nun  für bestimmte synthetische Cannabinoide Grenzwerte für das Überschreiten der sog. "nicht geringen Menge" festgelegt. Damit wird für die betreffenden Wirkstoffe endgültig Klarheit für die Grenze zwischen Vergehen und Verbrechen geschaffen, denn alles was über der "nicht geringen Menge" liegt, gilt automatisch als "Verbrechen" und wird zwangsläufig mit Freiheitsstrafe geahndet - die aber auch noch zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Konkret hat der BGH für die künstlichen Cannabinoide mit Namen JWH-018 und CP 47, 497 –C8-Homologes nach einer Sachverständigen-Anhörung den Grenzwert der nicht geringen Menge auf 2 g festgesetzt. 2g des puren Wirkstoffes wohlgemerkt, nicht 2g Räuchermischungen. Für die Substanzen namens JWH-073 und CP 47,497 liegt der Grenzwert gar bei 6g. Pro Räuchermischungspäckchen von üblicherweise 2-3g sind je nach Cannabinoid-Sorte vermutlich selten mehr als 100mg Wirkstoff enthalten (eine Konsumeinheit purer Cannabinoide liegt ungefähr zwischen 1 und 15mg iirc).
Allerdings sind die behandelten Cannabinoide ziemlich alt und werden ohnehin in keiner Mischung mehr verwendet - das JWH-018 beispielsweise war Hauptbestandteil der ersten legendären Räuchermischung "Spice". Mittlerweile kommen regelmäßig alle paar Monate neue Rauchmischungen mit im Labor neu entwickelten Substanzen auf den Markt, die ihrerseits erst einmal als solche erfasst werden müssen vom Gesetzgeber, dann verboten und schließlich müsste ein Gericht bei Notwendigkeit erneut die "nicht geringe Menge" des neuen Cannabinoids festlegen. Dieses Spielchen geht solange weiter, bis entweder Cannabis legalisiert wird oder pauschal alle Räuchermischungen konsequent verboten werden.

Vorausgegangen war dem Urteil ein Verfahren gegen einen mutmaßlichen "Legal-High-Dealer", der bei der Durchsuchung seiner Lagerbestände des Ersatz-Haschischs bzw. der eigentlich legalen Gras-Alternative mit bereits verbotenen Cannabinoiden vorrätig und wohl auch verkauft hatte (magicmushroomsbestellen.com berichtete). Dieser wurde zu 2 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, doch mit dem Aufheben des Urteils wegen der neuen Festsetzung der "nicht geringen Menge" wird der Fall wieder zurück ans Landgericht Landshut gegeben.

Monday, January 12, 2015

Die Colorado-Kröte: tierisches Rauschgift ruft Sondereinheit auf den Plan

Spätestens seit der Simpsons-Folge, in der Homer als christlicher Missionar auf einer Insel Einheimische bekehren soll und aus lauter Langerweile an einer psychoaktiven Kröte leckt, wissen wir ja, es gibt Tiere, die Halluzinogene produzieren und zum Rausch genutzt werden können.


Dabei werden die giftigen Hautdrüsensekrete der Amphibienart "Aga-Kröten" (auch Colorado-Kröte, Aga-Kröte, lat. Bufo alvarius oder Bufo marinus) mit den stark halluzinogenen Inhaltsstoffen DMT und 5-MeO-DMT "abgemolken", getrocknet und meist in einer Pfeife geraucht. Allerdings enthält das Aga-Kröten-Sekret auch giftige Inhaltsstoffe, die sogar zum Tod führen können. Das Ablecken der Kröten soll das gemäßigte Halluzinogen "Bufotenin" freisetzen und zu etwa 60 Minuten andauernden Halluzinationen führen. Die Effekte des Krötenkonsums fallen meist wie folgt aus:
  • optische, akustische und sonstige Halluzinationen in Form von Farbverzerrungen, Objekterscheinungen, Gespräche mit fremdartigen Wesen etc.
  • Bewusstseinserweiterung, spirituelle Erkenntnisse, Gefühl des "Eins-Sein-mit-Allem"
  • gesteigerte Euphorie, seelisches Wohlbefinden
  • ungehemmter Redefluss, Abbau von Hemmunge, Extrovertiertheit
  • höhere Risikobereitschaft, Gefahrenunterschätzung, Selbstüberschätzung
  • negative Wirkungen können sein: Angstzustände, Panikattacken, Introvertiertheit, Horrortrips und tlw. psychotische Zustände
In den USA breitet sich nun immer mehr der Konsum von diesen "Drogen-Kröten" aus, der angeblich schon eine eigene Szene gebildet haben soll, in der die Tiere auf Farmen gezüchtet und "vertickt" werden. Selbst eine DEA Spezialeinheit (Antidrogenbehörde) soll sich nur mit der Bekämpfung dieser neuen "Legal High"-Bio-Droge beschäftigen, zumal der Tierschutz hierbei ebenso eine große Rolle spielen dürft - leiden doch die Tiere beim Melkprozess nicht unerheblich und ihre Haltungsbedingungen in den vermeintlichen Drogenfarmen sind sicherlich auch nicht artgerecht.

Siehe für weitere Informationen auch einen relativ aktuellen Artikel von Freenet dazu.

Sunday, January 4, 2015

Die perfekte Kiffer-Religion? Indische "Sadhus" kiffen und meditieren den ganzen Tag lang



Das Wort „Sadhu“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich so viel wie „Guter bzw. heiliger Mann“ und ist ein hinduistischer Oberbegriff für asketisch lebende Mönche. Sie entschließen sich zu einem Leben ohne Besitz und Genüsse – diese Weltentsagung bringt ihnen in Indien hohes Ansehen als „Heilige“ ein. Statt arbeiten zu gehen widmen sie sich ihrer spirituellen Entwicklung, werden von Spenden unterstützt, wovon sich nicht zuletzt der Spendende selbst Glück verspricht (Stichwort „gutes Karma“).  Der Durchhaltewillen der Sadhus hat einigen von ihnen bizarre Weltrekorde aufstellen lassen, etwa seit 17 Jahren auf der Stellen stehen oder auch seit einem Vierteljahrhundert ununterbrochen einen Arm hochhalten.

Ein Sadhu beim Kiffen
Ein Sadhu beim Kiffen
Einige Sadhus leben in Tempeln, andere gar in Höhlen. Vielen von ihnen aber ist gemeinsam, dass sie eher das in Indien traditionell übliche Haschisch oder auch Gras rauchen. Der Cannabiskonsum dient dabei nicht hedonistischen Zwecken, sondern dient der Vertiefung spiritueller Erfahrungen und zur Unterstützung der Meditation.

Klingt paradiesisch? Ist es aber nicht! Für uns Wohlstandseuropäer wäre ein weltentsagendes Leben und der Auszug in die Hauslosigkeit bei allem Verzicht auf Annehmlichkeiten schier undenkbar – bevor ihr also in Scharen den Sadhus beitreten wollt, bedenkt die Entbehrungen, die es bedeuten würde und verschiebt diesen Wunsch lieber auf die nächste Reinkarnation ;)

Religionsfreiheit VS. Betäubungsmittelgesetz

Interessant wäre allerdings die Rechtsauffassung dazu, wie Sadhus ihre Jahrtausend alte Religion und Kultur in Deutschland aufrecht erhalten könnten - denn laut Grundgesetz ist die Religionsfreiheit und -ausübung ein geschütztes Grundrecht. Wörtlich steht in Absatz 2 des 4. Grundgesetz-Artikels "Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit" geschrieben:
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet
Allerdings ist bekanntlich der Besitz von Cannabis in Deutschkand verboten, was nun im völligen Widerspruch zur Tradition der Sadhus steht, die ja das Kiffen als spirituelle Praxis untrennbar in ihrer Religionsausübung verankert haben. Ein Grundrechtsurteil hierzu wäre also sehr interessant und aufschlussreich, doch man könnte es erahnen: Das Betäubungsmittelgesetz (BtmG) wird als höher gewichtig eingeschätzt - nicht, dass noch die halbe Nation konvertiert ;)

Friday, December 19, 2014

USA: Indianer-Stämme dürfen eigene Cannabis-Gesetze machen

Wie die Huffingtonpost berichtet, dürfen die Ureinwohner Amerikas ab sofort ihre eigene Marihuana-Gesetzgebung machen. Bislang hätten allerdings erst drei Stämme Interesse daran signalisiert (aus Kalifornien, Washington und dem Mittleren Westen). Das US-Justizministerium ließ dazu verlautbaren:
The U.S. Justice Department said Thursday Indian tribes can grow and sell marijuana on their lands as long as they follow the same federal conditions laid out for states that have legalized the drug. Oregon U.S. Attorney Amanda Marshall said Thursday the announcement addresses questions raised by tribes about how legalization of pot in states like Oregon, Washington and Colorado would apply to Indian lands.
Historischer Hintergrund

Neben dem immer weiteren Voranschreiten der Cannabisbewegung ist vor allem der historische Hintergrund dazu interessant. Seit Eroberung durch die Europäer haben die Ureinwohner der USA schon immer für eine angemessene Wiedergutmachung ob all des widerfahrenden Leids gekämpft, haben stattdessen aber lediglich bestimmte gewerbliche Sonderrechte zugesprochen bekommen. So ist es ihnen erlaubt, den üblicherweise regulierten Verkauf von Feuerwerkskörpern frei zu handhaben, ebenso dürfen sie Tabak- und Alkoholwaren ohne Steuern verkaufen und Glücksspiel wie Casinos in ihren Reservaten betreiben. Zudem ist es ihnen gestattet, Magic Mushrooms zu züchten für rituelle Zwecke . Aufgrund dieser Besonderheiten haben sich ihre zugewiesenen Areale zu einer Oase der genannten Produkte und Dienstleistungen entwickelt, sodass dort mittlerweile eine starke Infrastruktur vorzufinden ist. Sollten diese jetzt auch noch Cannabis anpflanzen und legal verkaufen dürfen, so ist nach Meinung von Beobachtern die Prohibition von Cannabis landesweit nicht länger aufrechtzuerhalten.

Tuesday, December 16, 2014

Psilocybin als Antidepressiva? Neue Studie lässt hoffen



Wissenschaftler aus der Schweiz untersuchen den Wirkstoff der in Konsumkreisen sehr beliebten „Magic Mushrooms“ Psilocybin hinsichtlich (s)einer etwaigen Verwendung als Medikament gegen psychische Erkrankungen wie der Depression. Außerdem wird die in der Feierszene bekannte Droge Ketamin auf ebensolche Eigenschaft untersucht.

Professor Fanz Vollenweider forscht nun schon seit 20 Jahren in der Uniklinik Zürich nach dem Einfluss von psychotropen Substanzen auf das menschliche Bewusst sein Mit einem Kollegen veröffentlichte er nun erste Erkenntnisse in einer anerkannten Fachzeitschrift. Demnach wirke sich Ketamin bei depressiven Menschen in niedriger Dosis bereits nach einer halben Stunde (!) auf die Stimmung aus. Darüber hinaus halte dieser Effekt tlw. bis zu einem Monat an, obwohl das Ketamin längst aus dem Körper war.

Ergebnisse des Scan von Hirnaktivitäten bei Psilocybin-Konsumenten zeigen, dass sie in jenen Areal ansetze und wirke, die für Lernvorgänge und Emotionssteuerung verantwortlich seien. Dies ist deshalb bemerkenswert, weil ebenjene Hirnregionen bei Depressiven nur minder aktiv sind. Allerdings wären diese Substanzen nur in Ausnahmefällen geeignet, etwa bei jenen Patienten, bei denen gängige Antidepressiva keine Wirkung zeigen.

Zudem versucht Vollenweider, durch das Ergründen von substanzinduzierten Halluzinationen herauszufinden, wie solche Halluzinationen bei psychotischen und schizophrenen Menschen zu verstehen und letztlich zu verhindern sind. So gelang es ihm immerhin, durch bestimmte Botenstoff-Blocker Halluzinationen von Psilocybin-Probanden ausnahmslos zu blockieren. Eventuell können also durch seine Forschung zukünftig nicht zuletzt auch akute Psychosen o.ä. sinnestäuschende Erkrankungen behandelt werden.  

Ergänzendes bei "Blick" dazu

Wednesday, December 3, 2014

BGH: Grenzwert für nicht geringe Menge synthetischer Cannabinoide substanzabhängig

 "Ein verzwicktes Zwickmühlchen" würde Ned Flanders wohl dazu sagen - denn das oberste deutsche Strafgericht der Bundesgerichtshof muss nun ohne dezidierte Kenntnislage über die Festsetzung der "nicht geringen Menge" bei synthetischen Cannabinoiden und anderen legal highs bestimmen; selbstverständlich sind nur die bereits verbotenen Substanzen davon betroffen, nicht die ständig den Markt neu flutenden Kräutermischungen, die in aller Regel legale da neue Wirkstoffe beinhalten.

Vorausgegangen war dem Prozess die Festnahme eines bayrischen Onlinehändler von Räuchermischungen und anderen "legal highs", der jedoch bereits verbotene Cannabinoide vertrieb. Bei diesem Händler fand man insgesamt etwa 1,75 Gramm reine synthetische Cannabinoide, was das Gericht als "nicht mehr geringe Menge" einschätzte und den Mann zu 2 Jahren Freiheitsstrafe verurteilte. Schwierig und verzwickt ist die Lage deshalb, weil es noch keine ausreichend erforschte Quellenlage und Studien zum Thema gibt, wie etwa bei Cannabis, wo die Grenzmenge 7,5g reines THC entspricht (etwa 50g mittelgutes Gras).

Deshalb hörte man nun einen Sachverständigen dazu an, der erfreulicherweise erst einmal dem Gericht die Absurdität der repressiven Drogenpolitik klar machte und ferner verdeutlichte, dass zwar Räuchermischungen durch die hohe Potenz und die oft unbedarft naiven Nutzer  schneller zu Unwohlsein führten als normale Cannabisprodukte, sie aber nicht verallgemeinert werden können:
Einen Einheitswert kann es nicht geben, denn die verschiedenen Substanzen haben wiederum unterschiedlich starke Wirkungen.
Es muss also je verbotener Substanz eine eigens definierte nicht geringe Menge festgelegt werden, was ein enormer bürokratischer und forschungsintensiver Aufwand bedeutet - wenn denn überhaupt mal jemand mit einer solchen Substanz in hohen Dosen erwischt wird. Die Ursache des legal-high-Problems bleibt: die uneinsichtige Verbotspolitik des Staates zu Drogen, wodurch Süchtige kriminalisiert und der Mafia horrende Gewinne ermöglicht werden, die dem Staat durch mögliche Steuereinnahmen selber zuteil werden könnten, aus denen wiederum Suchtprojekte, Kliniken und Prävention vollständig finanziert würden. Eine Absonderlichkeit sondergleichen.

Update: der BGH befand nun über die konkrete Angabe einer nicht geringen Menge Cannabinoide, welche je Substanz bei 2 oder 6 Gramm liegt.