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Tuesday, December 16, 2014

Psilocybin als Antidepressiva? Neue Studie lässt hoffen



Wissenschaftler aus der Schweiz untersuchen den Wirkstoff der in Konsumkreisen sehr beliebten „Magic Mushrooms“ Psilocybin hinsichtlich (s)einer etwaigen Verwendung als Medikament gegen psychische Erkrankungen wie der Depression. Außerdem wird die in der Feierszene bekannte Droge Ketamin auf ebensolche Eigenschaft untersucht.

Professor Fanz Vollenweider forscht nun schon seit 20 Jahren in der Uniklinik Zürich nach dem Einfluss von psychotropen Substanzen auf das menschliche Bewusst sein Mit einem Kollegen veröffentlichte er nun erste Erkenntnisse in einer anerkannten Fachzeitschrift. Demnach wirke sich Ketamin bei depressiven Menschen in niedriger Dosis bereits nach einer halben Stunde (!) auf die Stimmung aus. Darüber hinaus halte dieser Effekt tlw. bis zu einem Monat an, obwohl das Ketamin längst aus dem Körper war.

Ergebnisse des Scan von Hirnaktivitäten bei Psilocybin-Konsumenten zeigen, dass sie in jenen Areal ansetze und wirke, die für Lernvorgänge und Emotionssteuerung verantwortlich seien. Dies ist deshalb bemerkenswert, weil ebenjene Hirnregionen bei Depressiven nur minder aktiv sind. Allerdings wären diese Substanzen nur in Ausnahmefällen geeignet, etwa bei jenen Patienten, bei denen gängige Antidepressiva keine Wirkung zeigen.

Zudem versucht Vollenweider, durch das Ergründen von substanzinduzierten Halluzinationen herauszufinden, wie solche Halluzinationen bei psychotischen und schizophrenen Menschen zu verstehen und letztlich zu verhindern sind. So gelang es ihm immerhin, durch bestimmte Botenstoff-Blocker Halluzinationen von Psilocybin-Probanden ausnahmslos zu blockieren. Eventuell können also durch seine Forschung zukünftig nicht zuletzt auch akute Psychosen o.ä. sinnestäuschende Erkrankungen behandelt werden.  

Ergänzendes bei "Blick" dazu

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