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Sunday, January 4, 2015

Die perfekte Kiffer-Religion? Indische "Sadhus" kiffen und meditieren den ganzen Tag lang



Das Wort „Sadhu“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich so viel wie „Guter bzw. heiliger Mann“ und ist ein hinduistischer Oberbegriff für asketisch lebende Mönche. Sie entschließen sich zu einem Leben ohne Besitz und Genüsse – diese Weltentsagung bringt ihnen in Indien hohes Ansehen als „Heilige“ ein. Statt arbeiten zu gehen widmen sie sich ihrer spirituellen Entwicklung, werden von Spenden unterstützt, wovon sich nicht zuletzt der Spendende selbst Glück verspricht (Stichwort „gutes Karma“).  Der Durchhaltewillen der Sadhus hat einigen von ihnen bizarre Weltrekorde aufstellen lassen, etwa seit 17 Jahren auf der Stellen stehen oder auch seit einem Vierteljahrhundert ununterbrochen einen Arm hochhalten.

Ein Sadhu beim Kiffen
Ein Sadhu beim Kiffen
Einige Sadhus leben in Tempeln, andere gar in Höhlen. Vielen von ihnen aber ist gemeinsam, dass sie eher das in Indien traditionell übliche Haschisch oder auch Gras rauchen. Der Cannabiskonsum dient dabei nicht hedonistischen Zwecken, sondern dient der Vertiefung spiritueller Erfahrungen und zur Unterstützung der Meditation.

Klingt paradiesisch? Ist es aber nicht! Für uns Wohlstandseuropäer wäre ein weltentsagendes Leben und der Auszug in die Hauslosigkeit bei allem Verzicht auf Annehmlichkeiten schier undenkbar – bevor ihr also in Scharen den Sadhus beitreten wollt, bedenkt die Entbehrungen, die es bedeuten würde und verschiebt diesen Wunsch lieber auf die nächste Reinkarnation ;)

Religionsfreiheit VS. Betäubungsmittelgesetz

Interessant wäre allerdings die Rechtsauffassung dazu, wie Sadhus ihre Jahrtausend alte Religion und Kultur in Deutschland aufrecht erhalten könnten - denn laut Grundgesetz ist die Religionsfreiheit und -ausübung ein geschütztes Grundrecht. Wörtlich steht in Absatz 2 des 4. Grundgesetz-Artikels "Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit" geschrieben:
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet
Allerdings ist bekanntlich der Besitz von Cannabis in Deutschkand verboten, was nun im völligen Widerspruch zur Tradition der Sadhus steht, die ja das Kiffen als spirituelle Praxis untrennbar in ihrer Religionsausübung verankert haben. Ein Grundrechtsurteil hierzu wäre also sehr interessant und aufschlussreich, doch man könnte es erahnen: Das Betäubungsmittelgesetz (BtmG) wird als höher gewichtig eingeschätzt - nicht, dass noch die halbe Nation konvertiert ;)

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