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Monday, February 9, 2015

Krankenkassen sollen schon bald Apotheken-Cannabis von Schmerzpatienten bezahlen - doch neue Rechtsfragen stellen sich

Medizinisches Cannabis bald von Krankenkasse bezahlt
Medizinisches Cannabis bald von Krankenkasse bezahlt?

Die hierzulande am häufigsten konsumierte illegale Droge „Cannabis“ erfährt erneut einen Liberalisierungsschub, diesmal sogar durch eine erzkonservative CSU-Politikerin (!). Diese heißt Marlene Mortler, ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und will nun den Cannabis-Konsum für Schwerkranke zur Kassenleistung machen, heißt: Schmerzpatienten erhalten ihren monatlichen Bedarf von etwa 2000 Euro Cannabis-Kosten zumindest teilweise von der Krankenkasse erstattet. Der hohe Preis resultiert aus dem ungeheuer teuren Preis von Apotheken-Gras (etwa 15€ pro Gramm!), was wiederum aus dem staatlichen Kultivierungsverbot resultiert. Anstatt selber anzubauen wird es kostenintensiv aus den Niederlanden importiert.

Gegenüber „Die Welt“ sagte Mortler:
„Mein Ziel ist, dass in Zukunft mehr Menschen als bisher Cannabis als Medizin bekommen können. Wir wollen noch dieses Jahr das Gesetz durch den Bundestag bringen, damit es ab nächstem Jahr greift.”
Weil für sozioökonomisch schwache Patienten dieses Apotheken-Cannabis meist nicht bezahlbar ist, begäben sie sich durch Eigenanbau oder Schwarzmarkt-Kauf in das Visier der Ermittlungsbehörden. Mortler sagt diesbezüglich weiter: „Die Politik muss hier schnell Klarheit schaffen. Letztes Jahr erlaubte ja das Kölner Verwaltungsgericht Schmerzpatienten unter gewissen Umständen das Homegrowing ihrer Medizin.

Wir von magicmushroomsbestellen.com meinen:

Die Erlaubnis zum Eigenanbau von Gras durch das o.g. Gericht wurde damals eher als „Notlösung“ aufgefasst, weil die nicht subventionierte Cannabismedizin aus der Apotheke für viele Betroffene schlicht unerschwinglich war ob ihres hohen Preises. Wird die Politik nun tätig und zwingt die Kassen zur Kostenübernahme, so fiele dieses Argument für den Eigenanbau weg und er würde eventuell wieder verboten werden. Eventuell also mehr Rück- als Fortschritt? Wir werden sehen. Außerdem wird eine neue Rechtssituation geschaffen und es stellt sich die Frage, wie das bisherige repressive Vorgehen der Führerscheinbehörden gegen Gelegenheitskiffer damit in Einklang zu bringen ist, dass einige Autofahrer nun gar kassensubventionierte „Drogen“ zur Medikation verwenden? Wird ihnen sofort eine MPU aufgedrückt? Der Führerschein entzogen? Hier müssen neue Grenzwerte geschaffen und durch Forschungen begründet werden. Es wartet also noch viel Arbeit auf die Behörden und so manches Ärgernis auf die Schmerzpatienten - und ohne Generalliberalisierung wird auch das Problem der Räuchermischungen nicht gelöst werden.

Insgesamt ist solch ein aus CDU/CSU-Kreisen kommender Vorschlag für deren Verhältnisse aber wahrlich revolutionär und zeigt, wie sehr die Cannabisproblematik auch bei Konservativen langsam durchdringt und ein Bewusstsein für die Versorgung von Leidenden mit hilfreicher Medizin – hier Cannabis – geschaffen wird.

Oder wie Spiegel-Journalistin Heike L. dazu bemerkt: „Das wird auch Zeit.

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