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Thursday, March 12, 2015

Online-Drogenshop "shiny-flakes.to" gebusted - 320 Kilo in Kinderzimmer sichergestellt

Die "Silkroad für alle" wurde von der Polizei gebusted - shiny-flakes.to war einmal...

Drogen im Internet kaufen ist ja spätestens seit der ersten Silkroad kein Geheimnis mehr. Eigentlich kann man solche Schwarzmarktangebote zu Drogen, Waffen, Falschgeld, Medikamente etc. nur im sogenannten „Darknet“ wahrnehmen, einer Art verstecktes Internet im Internet, auf das man nur mittels spezieller Verschlüsselungstechnik (TOR) zugreifen kann – ein normaler Browser kann diese Seiten nicht einmal ansurfen, auch Google hat sie nicht im Index.

Eine Ausnahme zu diesem anonymen doch umständlichen Shopsystem stellte seit gut 2 Jahren die Seite www.shiny-flakes.to dar, die man mit jedem Browser ganz normal öffnen und dort illegale Drogen einkaufen konnte – von Kokain und Speed über Gras, XTC, LSD und vieles mehr konnte man dort wirklich alles erwerben. Auch dieser Shop hat sich mittels TOR-Technik jahrelang anonym und nicht zurückverfolgbar für die Behörden im Netz halten können, die Bezahlung erfolgte auch anonym wie gewohnt via Bitcoins. Auffällig ist, dass man dort wirklich nur illegale Betäubungsmittel kaufen konnte (und teils auch verschreibungspflichtige Medikamente), nicht aber Räuchermischungen, Research Chemicals oder Magic Mushrooms.

Dennoch ist es der Polizei nach jahrelangen Ermittlungen mit eigenen Testbestellungen gelungen, den Shopbetreiber ausfindig zu machen und hochzunehmen – Details hierzu sind noch nicht herausgegeben worden, nur so viel: der Großhändler soll im Umgang mit Daten nicht ganz vorsichtig umgegangen sein, über seine Zwischenhändler und Helfer sind sie ihm wohl auf die Schliche gekommen. Hätte er nur Zauberpilze verkauft wie der Shayanashop, würde sich wohl keine Behörde für ihn großartig interessiert haben.

Bemerkenswert ist einerseits, dass die Seite von Deutschland aus (Leipzig) und nur von einem einzigen Programmierer und Drogenfreund (wohl aber mit die Ware verschickenden Helfershelfern wie es aussieht) betrieben wurde, welcher gerade einmal 20 Jahre alt ist und noch Zuhause bei Muttern wohnt! In seinem Kinderzimmer fanden die Cops ganze 320 Kilo Drogen im Marktwert von über 4 Millionen Euro sowie 48.000 Euro Bargeld. Die Seite wurde von der Polizei längst übernommen und mit Eigenwerbung versehen:

Jetzt wird es darauf ankommen, ob er die Kundendaten sorgfältig behandelt hat und die Beamten darauf Zugriff erlangen oder vor dem Nichts stehen – davon hängt nicht nur seine eigene Strafe ab, sondern auch die tausender Abnehmer. So wird heute berichtet, dass es bereits 38 (!) Hausdurchsuchungen gab!

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